Körber-Stiftung

Die Stiftung ist Alleinaktionärin der Körber AG, die 41 % ihres Umsatzes mit Technologien und Dienstleistungen für die internationale Tabakindustrie erwirtschaftet.

Damit ist die Körber-Stiftung Teil der internationalen Tabakindustrie und als alleinige Eigentümerin des größten internationalen Dienstleisters für die Tabakwirtschaft auch nicht unabhängig in ihren Entscheidungen, wie auf der eigenen Webseite behauptet wird.

Die Körber-Stiftung führt insbesondere Projekte durch, die direkt an Jugendliche gerichtet sind und erreicht damit eine Zielgruppe, die leicht beeinflussbar und besonders schützenswert ist.

Deutschland hat, wie insgesamt 170 Staaten, ein Rahmenübereinkommen der WHO zur Eindämmung des Tabakgebrauchs unterschrieben und sich dadurch verpflichtet, bestimmte Leitlinien einzuhalten. Dazu gehört unter anderem die folgende: Aktivitäten, die von der Tabakindustrie als „sozial verantwortlich“ dargestellt werden, einschließlich aber nicht beschränkt auf Aktivitäten der so genannten „gesellschaftlichen Unternehmensverantwortung“ zu denormalisieren und soweit wie möglich zu regulieren.

Trotz dieser klaren Selbstregulierung, verstoßen deutsche Politiker und Behörden durch Kooperation, Unterstützung und Teilnahme gegen das Rahmenübereinkommen. So wird z. B. der jährliche "Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten" von der Körber-Stiftung vergeben, was die Bundesregierung und der Bundespräsident nicht nur dulden, sondern aktiv unterstützen.

So werden die Folgen des Tabakkonsums weltweit verharmlost, gedeckt und letztendlich sogar gutgeheißen.


Webseite der Körber-Stiftung: koerber-stiftung.de

Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten: koerber-stiftung.de/bildung/geschichtswettbewerb.html

Rahmenübereinkommen der WHO zur Eindämmung des Tabakgebrauchs: dkfz.de